Die fünf größten Fehler beim Rosen Schneiden

Um eine üppige Rosenblüte zu erleben, müssen die Rosen die richtige Pflege erhalten. Zweimal im Jahr muss der Gärtner die Rosen schneiden. Von Laien wird beim Schnitt leider häufig einiges falsch gemacht, sodass die eigentliche Pflegemaßnahme den Pflanzen eher schadet, als dass sie nützt.

Die größten fünf Fehler beim Rosen Schneiden

Die folgenden sind die fünf größten Fehler, die man beim Rosen Schneiden verüben kann:

1. Falscher Zeitpunkt, um die Rosen zu schneiden

rosen schneiden fehler

Man muss den richtigen Zeitpunkt wählen, um die Rosen richtig zu schneiden. (c) BettinaF / pixelio.de

Grundsätzlich unterscheidet der Gärtner zwischen:

  • Frühjahrsschnitt
  • Herbstschnitt

Letzterer ist eher als Korrekturmaßnahme zu betrachten. Im Herbst werden nämlich lediglich allzu lange Triebe eingekürzt. Der tatsächliche Schnitt erfolgt erst im Frühjahr, wenn keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Allerdings sollten die Pflanzen möglichst noch nicht austreiben. Wer zwischen beiden Schnittarten nicht differenziert, riskiert Frostschäden an den Pflanzen und muss eventuell Totalverluste hinnehmen.

2. Falsches oder verkeimtes Schnittwerkzeug

Um Rosen zu schneiden, wird das richtige Schnittwerkzeug benötigt. Hilfreich ist eine Rosenschere mit scharfen Scherenbacken. Sind Letztere stumpf, reißen sie die Triebe ab und verletzen sie. Nur scharfe Werkzeuge erzeugen saubere Schnitte. Zudem muss das Werkzeug keimfrei sein. Schmutzige Scheren übertragen Keime in die Schnittstellen. Dies könnte schlimmstenfalls zum Verlust der Pflanzen führen. Modelle aus Edelstahl rosten nicht und lassen sich leicht reinigen und damit kann man nichts falsch machen beim Rosen schneiden.

3. Zu steiler oder zu flacher Winkel für den Schnitt

Rosen zu schneiden, erfordert viel Geschick. So darf der Schnitt weder zu flach noch zu steil an der Schnittstelle angesetzt werden. Ideal ist das leicht schräge Anschneiden der Triebe. Einerseits kann das Regenwasser an der Schnittfläche ablaufen, andererseits wird diese nicht allzu großflächig, so dass die Wundheilung schnell vonstatten geht.

4. Zu zaghaft oder zu forsch schneiden

Rosen schneiden

Man verübt unter Umständen viele Fehler beim Rosen Schneiden (c) Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Einige Rosenarten benötigen im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt, damit sie von unten wieder stark austreiben. Hierzu zählen beispielsweise die Beetrosen. Schneidet man nicht oder zu wenig, erhält man sehr lange, kümmerliche Triebe und nur eine dürftige Rosenblüte.

Kletterrosen, Rambler und Strauchrosen hingegen werden nur etwa alle 5 Jahre zurückgeschnitten, da sie meist am alten Holz blühen. Lediglich Totholz, krankes Holz sowie von Schädlingen befallene Triebe müssen regelmäßig herausgeschnitten werden. Frieren die Pflanzen im Winter zurück, kann ein starker Rückschnitt bis ins gesunde Holz allerdings Wunder wirken.

5. Abgeblühtes am Trieb beim Rosen Schneiden belassen

Rosen zu schneiden bedeutet auch, Abgeblühtes regelmäßig herauszuschneiden. Überließe man die Pflanzen sich selbst, würden sich aus den ehemaligen Blüten Früchte entwickeln. Dieser Vorgang würde die Pflanzen zu viel Kraft kosten und die nachfolgende Blüte behindern.

So schneidet man die Rosen ohne Risiko und erlangt einen schönen Rosenstock für den Garten.

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